Interview Julia Höfer

Julia Höfer - Seniorpartnerin Consiglieria GmbH

Julia Höfer

Julia, wie fühlt es sich an die Seite gewechselt zu haben?


Wenn du meinst, dass ich früher Auftraggeberin und nun –nehmerin bin, dann muss ich dir sagen, dass es sich gut anfühlt. Ich arbeite immer noch an pragmatischen, innovativen und passenden Lösungen wie als Personalentwicklerin in meinem alten Job auch. Anders und sehr spannend ist, dass ich täglich unterschiedliche Unternehmenskulturen kennen lerne.

 

Warum bist du Personal- und Organisationsentwicklerin geworden?

Weil mich die Weiterentwicklung von Menschen und Organisationen immer schon fasziniert hat.  Es geht nicht immer nur um Zahlen, Daten, Fakten – sondern man beschäftigt sich mit den Menschen, die für den Geschäftserfolg verantwortlich sind. Mit deren Fähigkeiten, Bedürfnissen und Motivatoren. Und natürlich sehe ich auch als Betriebswirtin die Ressource Mensch als die Wichtigste im Unternehmen an. Organisationen sind dann stark, wenn Struktur, Kultur und Strategie gut erarbeitet, aber auch von allen getragen und vorgelebt werden.

 

Was wärst du sonst geworden?


Ursprünglich wollte ich Physiotherapeutin werden, habe aber den Aufnahmetest nicht geschafft. Ganz ehrlich, im Nachhinein betrachtet war das das beste Testergebnis, sonst wäre ich nie auf die WU gekommen und hätte nicht das Interesse und die Begeisterung für HR entdeckt.

 

Wie würden dich deine Geschäftspartner beschreiben?


😉 eine schöne Coachingfrage… nun gut, ich würde meinen, dass sie mich als engagierte und humorvolle Partnerin, die mit Herz und Hirn bei der Sache ist, beschreiben würden. Und vielleicht auch, dass ich gerne mal ins kalte Wasser springe und Neues ausprobiere.

 

Welcher Sprung war der gewagteste bisher?

Dort wo auch mein größtes Lernfeld war. Im Aufbau der Personalentwicklung des größten österreichischen Immobilienkonzerns.  Vieles hat von Anfang an gut  funktioniert, andere Sachen brauchten die richtige Zeit und Vorgehensweise bis es zum Erfolg geführt hat.

 

Was sollten deine zukünftigen Auftraggeber über dich wissen?

Ich bin dann die Richtige, wenn es um alle möglichen Fragen rund um die Entwicklung, Aufbau, Beschaffung und Umstrukturierung von Personal und Organisationen geht.  Mein Zugang ist systemisch und menschlich unter Berücksichtigung von wirtschaftlichen Aspekten.

 

Aus welchen Gründen sollte dich ein Kunde nicht buchen?


Aus Alibi-Gründen. Ich nehme dann Aufträge an, wenn klar ist wer ist der Auftraggeber, welches Ziel ist zu erreichen und dass ein gemeinsames, wertschätzendes Arbeiten möglich ist. Wenn dies nicht der Fall ist und mit verdeckten Karten gespielt wird, dann muss ich passen.

 

Was machst du in deiner Freizeit gerne?

Am liebsten verbringe ich meine freie Zeit mit Familie, Sport, Freunden und Abenteuer. Und oft lässt sich alles wunderbar kombinieren. Ich habe zwei Söhne, die viel Bewegung und frische Luft brauchen, sportliche Freunde und alles artet manchmal ins unbeabsichtigte Abenteuer aus.

 

Wofür möchtest du mal berühmt sein?

Berühmt muss ich gar nicht werden, das ist mir nicht wichtig. Viel wichtiger wäre mir ein erfülltes, glückliches Leben gehabt zu haben und viel Nützliches und Sinnvolles gemacht zu haben.

 

Und? Was wäre das zum Beispiel?


Eine gute Mutter, liebevolle Partnerin, kompetente und professionelle Geschäftspartnerin, neue, innovative Konzepte für Unternehmen, effektive Coachinggespräche… also da würde mir doch recht viel einfallen.

 

Welche berühmte Persönlichkeit möchtest du im Coaching haben?


Dalai Lama –  da bin ich mir aber ganz sicher, dass er  nach der ersten Antwort mein Coach wäre 😉

 

Welcher Traum muss in deinem Leben noch erfüllt werden?

Ich bin zufrieden und dankbar für das was alles in meinem Leben passiert ist. Was aber ausständig ist, wäre eine lange, facettenreiche Weltreise.