Interview Gernot Krickl

Gernot Krickl - Seniorpartner Consiglieria GmbH

Gernot Krickl

Wie würde Dein Sohn erklären, was Du beruflich machst?

Das erinnert mich an eine Aussage von ihm vor einigen Jahren, die mich zum Schmunzeln gebracht hat: „Mein Papa ist ein Lehrer für Erwachsene, der uuur gut zeichnen kann.“

 

Und was hast Du davor gemacht?

Ich war immer ein Verkäufer – Verkaufen habe ich in 12 Jahren Berufserfahrung im Bankenbereich gelebt und auch geliebt. Die letzten Jahre vor meiner Selbständigkeit war ich als angestellter Trainer auch in der Konzeption verschiedener Ausbildungswege für eine österreichische Großbank tätig.

 

Woher holst Du Dir Deine Energie?

Wenn ein Training oder Coaching super läuft, kommt meine investierte Energie mehrfach zurück. Natürlich gibt´s auch Trainings, wo die Gruppe mehr Energie von mir braucht … Privat sind meine Tankstellen die Ruhe in und mit mir selbst und die Zeit mit meiner Familie.

 

Zu welchen Gelegenheiten hast Du die besten Ideen?

Das kann ich gar nicht festmachen. Ganz oft spontan, wenn ich gar nicht intensiv an das Thema denke, z.B. im Auto, beim Angeln, im Café. Und natürlich gemeinsam im Team. Kreativität braucht keinen Ort und keine Gelegenheiten. Kreativität passiert, wenn man sie zulässt.

 

Was war das herausforderndste Projekt bis jetzt?

Für mich ist jedes Training eine positive Herausforderung. Es gibt für mich nix Schlimmeres als in ein Projekt sehr lässig hinein zu gehen, weil man das Thema schon x-mal gemacht hat – das ist für mich absolut unprofessionell!

 

Wofür willst Du eines Tages berühmt sein?

…brauch ich nicht für mein Ego. Wertvoll ist für mich, wenn die Menschen, die mir wichtig sind sagen: „Tut gut, dass Du da bist.“ Beruflich will ich einfach einen tollen Job machen.

 

Bist Du auf spezielle Branchen spezialisiert?

Kommunikation, Verkauf und Führung passiert überall, wo Menschen miteinander in Kontakt sind. Daher arbeite ich in der Industrie und Großhandel genauso wie in Dienstleistungsbranchen. Gerade aus diesen unterschiedlichen Blickwinkeln und Erfahrungen entwickelt sich mein Know-how permanent weiter – und es bringt Abwechslung.

 

Welche Themen bewegst Du am liebsten?

Verkauf, Führung, Kommunikation und das Gestalten von Arbeitsbeziehungen. Da kann ich sehr viel aus meiner Erfahrung erzählen – das spüren meine Teilnehmer. Highlights sind für mich auch Train-the-Trainer-Seminare, die machen besonders Freude!

 

Was sagt Dein kritischster Kunde über Dich?

Wenn Du mir sagen kannst wer mein kritischster Kunde ist frag ich ihn und sag´s Dir dann (lacht).

 

Womit kann man Dir eine Freude machen?

Lächle mal … danke!

 

Was wäre Dein Traumprojekt?

Mit einer Seminargruppe in der Karibik am Sandstrand auf einer Palme ohne Hilfsmittel ein Baumhaus bauen und dann am Lagerfeuer reflektieren warum es so gelaufen ist. Ich habe viele schräge Ideen die ich gerne ausprobieren möchte. Bin gespannt wann sich ein Kunde mal so etwas traut.

 

Hast Du schon mal ein Projekt so richtig versemmelt?

Ich glaube nach wie vor daran, dass das gar nicht geht. Als Trainer musst Du immer authentisch sein. Und wenn Teilnehmer oder die Gruppe gegen das Training oder dich als Person arbeiten, spreche ich das an – dann gibt´s immer eine Lösung. Solche heiklen Situationen hatte ich natürlich auch schon, dabei hat mir meine Ausbildung als Coach & Supervisor sehr geholfen.

 

Was sollte ein Coachee nach 5 Jahren über Dich sagen?

Die Gespräche mit Gernot haben mich weitergebracht – und davon profitiere ich noch immer.

 

Warum bist Du eigentlich immer so gut drauf?

Bin ich das? Fällt mir gar nicht auf. Möglicherweise deshalb, weil ich einen Beruf habe, der mir unendlich taugt und ich um mich die Menschen habe, die mich glücklich machen.

 

Was soll in Deinem Leben noch unbedingt passieren?

Wenn das eine Frage nach meinen nächsten Zielen ist, dann freut sich mich meine Lehrgangsleiterin, dass ich meine Abschlussarbeit zum Studium als Supervisor fertigstelle. Mit einem Freund schreibe ich gerade ein Buch zum Thema „Verkauf“ und beschäftige mich derzeit intensiv mit dem Thema „Digitalisierung und Lernen mit digitalen Medien“. Privat möchte ich so glücklich zu bleiben wie ich es grad bin und weiterhin selbst entscheiden zu können, das zu tun was mir gut tut.