Wie Organisationen lernen

Lernende Organisationen als Wettbewerbsvorteil

Wie Organisationen lernen

„Lernende Organisation“? Was benötigt eine Organisation, dass sie selbstorganisiert Wissen weitergibt, Innovationen zulässt und sich einem ständigen freiwilligen Verbesserungsprozess unterzieht? Wäre doch gut zu wissen. Wäre doch ein Wettbewerbsvorteil. Ganz bestimmt! Wenn es bloß nicht so schwierig wäre.

Lernende Organisationen sind sehr beweglich. Sie nutzen jegliche Ereignisse für weitere Anpassungen und Adaptierungen an Handlungsspielräume oder Entwicklungsprozessen. Sie lassen sich von unvorhergesehenen Ereignissen nicht aus der Bahn werfen. Sie beobachten, akzeptieren, verändern und kommunizieren diese Veränderung.

Eine wichtige Bedingung dafür ist selbstverständlich eine professionelle Fehlerkultur. Nur wenn erlaubt – in lernenden Organisationen sogar erwünscht ist – dass Fehler passieren und daraus Lösungen generiert werden, können die Organisationsmitglieder entsprechend agieren. Sie müssen der Organisation vertrauen können, dass nicht wegen Fehler eine Kündigung droht. Sonst wird das Konzernspiel „Ich war´s nicht – der andere aber“ gespielt. Fehler werden vertuscht, Verantwortung wird abgeschoben. Probleme werden nicht gelöst.

Eine absolute Voraussetzung für lernende Organisationen ist eine gut kommunizierte Vision und Strategie. Jedes Mitglied muss wissen wo die Reise hingeht. Dies ist wichtig für eine klare Orientierung und dass alle sich in die gleiche Richtung bewegen. Dennoch haben sie noch genügend Handlungs- und Gestaltungsspielraum zur Verfügung, um Änderungen und Verbesserungen bei Strukturen, Prozessen, Zielen, usw. durch ständige Selbstreflexion durchzuführen.

Wir unterstützen Unternehmen wie sie auf organisationaler Ebene sicherstellen können, dass Lernimpulse und Wissen aufgenommen und weitergegeben werden können. Wie z.B. die Konzeptionierung/Implementierung von z.B. Wissensgemeinschaften, Qualitätszirkel, fachliche Vorträge/Seminare, Ausbildungsprogramme. Wir arbeiten gemeinsam mit Ihnen an ihrer Vision und Strategie. Und stellen sicher, dass diese auch von allen gehört, verstanden und gelebt werden. Wir können auch auf der Persönlichkeitsebene Inputs liefern, um die notwendigen Methoden und Kompetenzen zu erwerben. Eine lernende Organisation benötigt hohe kommunikative Fähigkeiten (Feedback, Brainstorming, Konflikte, Entscheidungskompetenz) und ein ganzheitliches, prozessorientiertes Systemdenken. Und spätestens ab da wird einem klar, dass dies kein leichtes Unterfangen ist. Organisationen können nicht von heute auf morgen umgekrempelt werden, interne Ressourcen aktiviert und vollkommen genutzt werden. Es ist ein langer Prozess, dessen Erfolgsgarant hauptsächlich von der Unternehmenskultur und somit allen Beteiligten abhängt. Daher darf auf keinen Fall vernachlässigt werden an gemeinsamen Grundannahmen, Werten sowie der Lernbereitschaft zu arbeiten. Aber wie wir ja wissen… unser Eisbergmodell lässt grüßen… die Unternehmenskultur steckt größtenteils tief unter der Oberfläche und ist unbewusst und unsichtbar.

Julia Höfer
julia.hoefer@consiglieria.com
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